Thailand ist das Backpackerziel schlechthin. Ob jung oder alt, viele der Backpacker nennen Thailand als Backpacker-Einsteigerziel und kommen immer gern wieder zurück. Gründe hierfür sind vielfältig: Thailands freundliche Menschen, Thailands Gastfreundschaft, die Landschaft, das Klima, die Küsten. Und Sicherheit. Zwei Neuseeländerinnen eröffnen gerade ein Internetportal mit einem für meinen Geschmack etwas fragwürdigem Hintergrund.

Drei Freundinnen aus Neuseeland begaben sich Anfangs des Jahres gemeinsam unter Anderem nach Thailand. Eine der drei Freundinnen kam in Chiang Mai unter ungeklärten Umständen ums Leben. Bei weiteren Recherchen kam heraus, dass bereits sieben Todes-Opfer innerhalb der letzten Monate in Chiang Mai zu verzeichnen sind, die alle unter den selben Mysteriösen Symptomen litten und plötzlich verstarben.  Im Zentrum des Ganzen:  Ein Hotel, das „The Downtown Inn“. Fast jeder, der erkrankte und verstarb, hatte im The Downtown Inn gewohnt, schwamm im Pool oder war sonst irgendwie mal im Hotel. Eigentlich die  Story für einen Film.

Sarah Carter verstarb an einer Herzmuskelentzündung, in den USA und Japan wird diese Diagnose noch geprüft. Zwei weitere Frauen starben ebenfalls in Chiang Mai unter den selben Umständen,

ein Kanadier starb ebenfalls. Alle an einer Herzmuskelentzündung. Eine Herzmuskelentzündung kann durch Viren oder Bakterien verursacht werden, genauso aber auch durch eine verschleppte Grippe.

Die Tatsache, dass alle irgendwie mit dem Hotel „The Downtown Inn“ in Kontakt kamen und dann erkrankten und später verstarben, lässt darauf schliessen, dass hier wohl irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Daraus entstand die Idee, die Seite Thailandtraveltragedies.com zu gründen.

„The idea for this site originated from the circumstances surrounding the mysterious passing of Sarah Carter, a healthy, intelligent and sensible person who took all available precautions in terms of injections & tablets, and yet came home in a coffin. Two months on, and her passing is still unexplained. The intention of this site is to alert all travellers to any potential dangers they face in a country perceived as a tropical paradise on the surface but which in fact has health & safety standards substantially below those of developed nations.” Quelle: Thailandtraveltragedies.com

Soweit so gut, ich kann die Trauer verstehen, auch und gerade weil Sarah so plötzlich aus heiterem Himmel zu Tode kam. Ich verstehe alle Anstrengungen, diesen und die sechs weiteren Todesfälle aufzuklären. Hier wird allerdings dazu aufgerufen, eine ganze Sammlung über Todesopfer in Thailand als „Warnung“ anzulegen. Ein Portal, das einfach so tragische Fälle aufzählt, wie und warum Menschen auf ihrer Thailand-Reise ums Leben kommen? Wieviele Touristen kommen pro Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika zu Tode? Und in Schweden?  In Deutschland?

Klar, muss man in einem fremden Land aufpassen, gewisse Regeln einhalten und Augen und Ohren aufhalten. Doch meist geht von diversen „Touristen“ eine grössere Gefahr aus, als von Einheimischen. Denn die Leben meist vom Tourismus. Vielleicht bin ich ein wenig blauäugig in meinem Glauben, Thailand wäre verhältnismässig sicher, man möge mich verbessern. Meiner Meinung nach ist diese Seite jedoch ein sehr merkwürdiger Versuch, so einen Fall aufzuklären bzw. mit seiner Trauer umzugehen. Eine Sammlung über das „gefährliche Thailand“ ist das jedoch sicher nicht.

Die ganze tragische Geschichte um Sarah Carter in Thailand kann man hier nachlesen: http://thailandtraveltragedies.com

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