Boeing 777 von Emirates
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Die Rechte von Fluggästen werden gestärkt: Der Europäische Gerichtshof stärkt die Rechte von Flugpassagieren. Kommt es zu einer Verspätung aufgrund von technischen Problemen, müssen die Fluggesellschaften Entschädigungen an ihre Passagiere zahlen. Das entschied nun der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Ab drei Stunden Verpätung eines FLuges aufgrund technischer Probleme stehen demnach Passagieren Ausgleichzahlungen zu.

Im konkreten Fall, der vor dem Europäischen Gerichtshof letzte Woche verhandelt wurde, kamen drei Frauen aus dem türkischen Antalya/AYT mit mehr als sechs Stunden Verpätung in Frankfurt an. Die Fluggesellschaft Condor erklärte, dass der Grund für diese Verspätung ein Unfall am Vorabend gewesen sei. Laut Condor wurde das Flugzeug von einem Treppenfahrzeug beschädigt und die Maschine habe deswegen ausgetauscht werden müssen. Nach Condor sei dies ein “außergewöhnlicher Umstand”, bei dem laut EU-Recht keine Ausgleichszahlung für Reisende fällig wird. Das sieht der Europäische Gerichtshof nun allerdings anders. Laut EuGH lägen außergewöhnliche Umstände nur dann vor, wenn etwas geschehe, das nicht Teil des normalen Betriebs sei. Außerdem gehe es um Ereignisse, die von der Fluggesellschaft nicht beherrschbar seien. Treppenfahrzeuge und Gangways seien hingegen seien zum Ein- und Ausstieg in Flugzeuge notwendig. Eine Kollision mit Treppenfahrzeugen könne daher also im “Normalbetrieb” vorkommen. Von der Pflicht zur Entschädigung wäre Condor also nicht grundsätzlich befreit. Den Einzelfall muss aber das Amtsgericht Rüsselsheim entscheiden. Die Richter dort hatten ihre EU-Kollegen um Rat bei der Auslegung europäischen Rechts gebeten.

Quelle: Spiegel.de

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