Jakobsweg
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Ich glaube erst seit Hape Kerkelings Buch “Ich bin dann mal weg” ist für mich Pilgern überhaupt ein Thema. Und frage ich im Bekanntenkreis, so bin ich nicht der Einzige, dem es so geht. Und dann, wenn man sich dafür interessiert, findet man auf einmal überall Leute, die einen Jakobsweg bereits beschritten haben! Der Jakobsweg: Jährlich pilgern tausende von Christen zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago in Spanien. In Deutschland wird der Camino de Santiago „Jakobsweg“ genannt. Mehrere Wege führen zum Grab des Apostels, doch der Camino Francés ist der Hauptweg. Er wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt, später folgten auch andere Routen. Nicht nur Christen nutzen diesen Weg, sondern auch Sportbegeisterte, die geschichtlich interessante Routen bevorzugen.

Wie der Apostel nach Spanien kam
Der Apostel Jakobus stirbt laut der Bibel (Ap.12,2) in Palästina. Es heißt, dass er in Spanien missioniert hatte und nach seinem Tod brachten ihn treue Anhänger dorthin zurücl. An dieser Stelle wurde die Kathedrale von Santiago erbaut. Einer anderen Geschichte zufolge, trugen Engel seinen Leichnahm auf einem Schiff nach Spanien. Lichterscheinungen sollen beobachtet worden sein und ein Marmorbogen über seinem Grab erschien. Der Bischof Theodemir öffnete das Grab und sagte, es seien die Gebeine des Apostels Jakobus. So erbaute man über seinem Grab eine Kapelle, die den Grundstein für den heiligen Ort Santiago de Compostela legt.

Verschiedene Wege führen zum Ziel

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Allgemein heißt es, der Weg zum heiligen Grab des Apostels startet ab da, wo man sich gerade befindet. Doch für die meisten Menschen würde das nicht nur einen sehr weiten Weg bedeuten, sondern auch viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher gibt es verschiedene offizielle Routen in ganz Europa, die nach Santiago führen. Die ausgewählte Route kann in Etappen begangen werden oder man reist zu einem bestimmten Punkt und beginnt ab da seine Reise.

  • Camino Francés
    Den Hauptweg Camino Francés pilgerten die Menschen bereits im 11. Jahrhundert entlang. Etwa 800 km umfasst die Route und zieht sich quer durch Nordspanien durch die Pyrenäen nach Santiago de Compostela. Der Camino Francés kann in 29 Tagen begangen werden, wenn täglich um die 25 Kilometer zurückgelegt werden. Die Menschen erbauten zu Ehren des Apostels Kirchen, Spitale und andere Kulturschätze, die zum Besuchen einladen. Startpunkte der Route sind Somport in Aragón oder Roncesvalles, Navarra.
  • Camino de la Costa
    Ein anderer Weg, der etwa 825 Kilometer umfasst, ist der Camino de la Costa (Küstenweg). Dieser schlängelt sich entlang der spanischen Küste und kreuzt andere Pilgerwege. Der Küstenweg genießt wenige Besucher, daher sind oft auch Unterkünfte sehr rar gesät. Das Wetter ist sehr wechselhaft, der Weg führt über mehrere Flüsse und die Beschilderung ist zum Teil sehr schlecht. Doch bietet der Camino de la Costa andere Vorteile. So lohnt es sich einen Abstecher nach Postes zum Kloster Santo Toribio de Liebena. Laut der Überlieferung wird dort eins der größten Teile des Kreuzes Christi aufbewahrt. Andere Höhepunkte der Tour sind die in der Nähe von Oviedo liegenden präromanischen Bauwerke, die noch aus dem 9. Jahrhundert stammen.
  • Camino Primitivo
    Der Pilgerweg Camino Primitivo ist ein Verbindungsweg zwischen dem Camino de la Costa sowie dem Hauptpilgerweg Camino Francés. Bereits im 9. und im 10. Jahrhundert wurde er sehr häufig verwendet. Doch aufgrund seiner mangelnden Beschilderung, wurde er in den letzten Jahren kaum genutzt. Doch die Situation hat sich bereits geändert. Wer diese Route wählt, sollte bedenken, dass der Camino Primitivo über mehrere Pässe führt und zudem an manchen Stellen sogar 1000 Höhenmeter vor einem liegen. Startpunkt der Route ist Oviedo, sie ist etwa 322 Kilometer lang.
  • Camino Inglés
    Der Camino Inglés wird eher selten gewählt. Am Pilgerweg zieren Orangen- und Zitronenbäume den Weg. Es gibt bei dieser Route zwei Startpunkte. Ferrol ist der erste Startpunkt und führt entlang der spanischen Küste. Der andere Startpunkt ist A Coruna. Allerdings umfasst die Strecke ab A Coruna weniger als 100 Kilometer und so wird dem Pilger keine Urkunde ausgestellt. Daher ist es empfehlenswert, den Weg ab Ferrol zu starten. Der Weg ist gut beschildert und sehr abwechslungsreich.
  • Via de la Plata
    Die Via de la Plata startet im Süden Spaniens und umfasst um die 900 Kilometer. Sie startet ab Sevilla. Ihren Namen hat der Pilgerweg deshalb bekommen, weil der Weg mit Steinplattenbelägen beschlagen war, die noch aus der römischen Zeit stammten. Doch heute sind diese nur noch an einzelnen Stellen sichtbar. Der Weg führt über viele bekannte Städte, wie Oviedo, León und Zamora.

Bild: auf dem Weg nach Los Arcos von Hans-Jakob Weinz / Flickr

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