Der Süden Thailands hat mit seiner Postkartenlandschaft, die fast schon zu schön ist, um wahr zu sein, das Theilandbild im ausland wie keine andere Region Thailands im Ausland geprägt. Kein Wunder also, dass in den europäischen Wintermonaten Heerscharen von kälte- und nässegeplagten Mitteleuropäern in den sonnigen Süden Thailands fliegen. So verständlich diese Sehnsüchte nach Sonne, Sand und Meer sind, so sollte man nicht vergessen, dass der Süden Thailands noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, die äusserst besuchenswert sind. Vor allem die 15 Nationalparks und Naturreservate bieten für all jene, die ihren Urlaub nicht nur am Strand Thailands verbringen wollen, eine willkommene Abwechslung. Auf jeden Fall sei jedem Besucher, der mit der Absicht nach Thailand gekommen ist, möglichst viel von Thailand zu sehen, dringend geraten, nicht zuerst in den Süden zu fahren. Hat man sich als Thailand-Reisender nämlich erst einmal an das paradiesische Inselleben gewöhnt, hält einen der Südeseezauber erfahrungsgemäß bis zum Abflug nach Deutschland gefangen.
Wie schnell die touristische Entwicklung Thailands in den letzten Jahrzehnten verlaufen ist, veranschaulicht exemplarisch die rasante Erfolgsgeschichte von Thailands drittgrösster Insel Thailands, der Insel Ko Samui. Die Zeit, als die ersten Touristen mit einem kleinen Holzboot von Bangkok kommend anlandeten, scheint angesichts der heute über 1 Mio. Touristen, die jedes Jahr das Inselparadies Ko Samui an der Ostküste Thailands besuchen, geradezu unberührt.
Dabei hat die touristische Entdeckung Ko Samuis erst im Jahre 1971 statt gefunden. War die über weite Strecken gebirgige und von Millionen von Kokospalmen bewachsene Tropeninsel Ko Samui bis Ende der achtziger Jahre noch ein vornehmlich von Rucksacktouristen bevorzugtes Ziel, so taucht sie seither in fast allen Katalogen der großen deutschen Reiseveranstalter auf. Einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung hat sicherlich der 1988 eröffnete Flughafen, durch den sich die zeit- und nervenaufreibende Anreise von Bangkok auf eine Stunde verkürzt hat. Natürlich gehören mit den täglichen einfliegenden Touristen die geruhsamen Zeiten der Vergangenheit an, und viele der ehemals so typischen einfachen Holzhütten müssen modernen Bungalowanlagen Platz machen. Sonnenhungrige aus aller Welt bevölkern vornehmlich in den Monaten Dezember bis Februar und Juli/August die zehn Hauptstrände Ko Samuis. Speziell an den Wochenenden und zu thailändischen Feiertagen erholen sich zudem tausende einheimischer Touristen auf Ko Samui. Die Bewohner der 247km² großen thailändischen Insel haben in den letzten Jahrzehnten einen immensen Wandlungsprozess miterlebt, wobei gerade die Jugendlichen bei der Konfrontation mit den weitaus lockereren Sitten der westlichen Touristen enormen Spannungen ausgesetzt sind.

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