Am 09.-14. August fand der Kiteboarding Worldcup in El Medano, Teneriffa statt. Am 01.-06. November macht der Kitesurf World Cup in Bariloche, Argentinien halt.

Diese Sportart faszinierte mich schon seit meiner Letzen Reise nach Fuerteventura. Da ich seit einigen Jahren am Cable Wakeboard fahre, reizt mich schon der Anblick von Kiteseurfern ungemein.

Kitesurfen oder Kiteboarden ist aus dem Powerkiting entstanden. Der Kite wird benutzt, um sich durch den böigen Wind fortzubewegen, wobei der Sportler auf einem Kiteboard, ähnlich einem Surfbrett oder Wakeboard, steht. Wer Erfahrung mit Wakeboarden hat , findet beim Kitesurfen sicher einen guten Einstieg. Kitesurfen ist eine recht junge Sportart, weswegen sich die Ausrüstung, was das Thema Sicherheit betrifft, in den letzten jahren stark verbessert hat. Die führenden Kitehersteller haben ihre Produkte mit umfassenden Sicherheitssystemen ausgestattet, bzw. noch weiter verbessert, was zu einer deutlichen Reduzierung des Gefahrenpotenzials geführt hat. Experten raten daher ab, Kite- und Barsysteme zu benutzen, die vor dem Jahr 2006 erschienen sind, da die signifikanteste Sicherheitsentwicklung erst zu dieser Zeit stattfand.

Kiteboards

Kiteboards:
Grundsätzlich kann man zwischen drei Kiteboard– Typen unterscheiden:

– Twintip: um in beide Richtungen fahren zu können, auf beiden Kanten abgeschrägt.

– Wellenreiter: besser zum Wellenreiten, nur in eine Richtung spitz

-Mutant Boards

Grundsätzlich wird bei zwischen drei Arten von Kiteboards unterschieden. Es gibt Twin Tips, Mutant-Boards und Directional-Boards. Alle drei Boardvarianten haben im Gegensatz zu Surfbrettern keinen nennenswerten Auftrieb; dieser entsteht hydrodynamisch durch die Fahrt über das Wasser. Daher erklären sich auch die Breiten- und Längenunterschiede der einzelnen Boards die in Abhängigkeit von der Erfahrung des Kiters, Windstärke, Körpergewicht und Kitegröße zwischen 120 und 165 cm in der Länge und etwa 26 bis 45 cm in der Breite variieren. Seit Beginn des Kitesports gab es große Entwicklungssprünge, wobei sich letztenendes die Twin Tips am Markt durchgesetzt haben und vom Großteil der Kitesurfer gefahren werden. Die Kraftübertragung der Steuerungsbewegungen der Füße auf das Brett erfolgt in den meisten Fällen über Fußschlaufen, doch es werden vereinzelt auch feste Bindungen eingesetzt. Boards ohne Bindung oder Schlaufen existieren ebenfalls. Vereinzelt werden auch normale Surfboards eingesetzt, die aber eigentlich nicht für diesen Sport konzipiert sind.

Twin Tip

Das Twin Tip ist ähnlich wie ein Wakeboard oder Snowboard aufgebaut und lässt sich in beide Richtungen fahren (bidirektional). Es weißt harte, scharfe Kanten und eine widerstandsarme, flache Bauweise auf. Es wurde ursprünglich aus dem Wakeboarden adaptiert und ist für das Kitesurfen modifiziert worden. Die Twin Tips eignen sich sowohl für Einsteiger als auch für sehr erfahrene Sportler, wobei je nach Könnensstand die Boardgröße meist abnimmt. Charakteristisch für diesen Boardtyp ist die Symetrie hinsichtlich Outline, Shape und Anordnung der Fußschlaufen, dies hat den großen Vorteil, dass bei einem Richtungswechsel kein Fußwechsel stattfinden muss. Unterschieden wird noch einmal zwischen großen Twin Tips, deren Form auf beiden Seiten konkavist und kleinen Twin Tips, deren Form konvexist. Die Grenzen sind aber fließend.

Directional

Das Directional ist “die Mutter” aller Kiteboards und wurde direkt aus dem Wellenreiten übernommen. Anders als bei den vorherigen Board Typen ist die Bauweise bei den Directionals etwas höher und der Auftrieb etwas größer. Aufgrund fehlender Finnen am Bug und der spitz zulaufenden Form ist es nur in eine Richtung fahrbar, so dass ein Fußwechsel erfolgen muss, wenn man in die andere Richtung fahren möchte. Aufgrund seines besonderen Fahrgefühls sowohl beim Fahren in größeren Wellen als auch bei relativ ruhiger See ist es vor allem eine spaßbringende Alternative zum Twin Tip. Es eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene

Mutant

Die Mutants sind eine Mischung aus TwinTips und Directional Boards. Die Form ähnelt der eines Directionals (klare Unterscheidung zwischen Bug und Heck). Prinzipiell ist es für das fahren in eine Richtung konzipiert, kann aber aufgrund zweier Finnen am Bug auch bidirektional gefahren werden. Wie bei einem Twin Tip gibt es meist nur zwei Fußschlaufen.

Marken:

Cabrinha – http://www.cabrinhakites.com/
Core – http://www.corekites.com/

Spots:

Die besten Spots zum Kitesurfen:
Fuerteventura – http://www.rene-egli.com/de/
Teneriffa, El Medano – www.kitecenter-medano.com
Fehmarn – www.kiteboardingfehmarn.de

Schulen

Kitesurfen lernt man am besten in speziellen Schulen. Die m.E. besten Schulen findest du hier:
Fuerteventura – René Egli Surfschool
Fehmarn – ttp://www.kiteboardingfehmarn.de/

Ausrüstung
Das Directional ist “die Mutter” aller Kiteboards und wurde direkt aus dem Wellenreiten übernommen. Anders als bei den vorherigen Board Typen ist die Bauweise bei den Directionals etwas höher und der Auftrieb etwas größer. Aufgrund fehlender Finnen am Bug und der spitz zulaufenden Form ist es nur in eine Richtung fahrbar, so dass ein Fußwechsel erfolgen muss, wenn man in die andere Richtung fahren möchte. Aufgrund seines besonderen Fahrgefühls sowohl beim Fahren in größeren Wellen als auch bei relativ ruhiger See ist es vor allem eine spaßbringende Alternative zum Twin Tip. Es eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene

• Trapez : Nach den drei Hauptbestandteilen wichtigstes Zubehör. Schon kleine Kites entwickeln enorme Zugkräfte, so dass diese ohne ein Trapez der Kite nicht lange gehalten werden kann. Das Trapez schnallt sich der Sportler um die Hüfte und hängt an einem daran angebrachten Metallhaken den Chickenloop der Bar ein, und somit auch den Kite. Beim Trapez wird zwischen einem Hüfttrapetz und einem Sitztrapez entschieden.
o Das Hüfttrapez gewährt dem Fahrer größtmögliche Bewegungsfreiheit und behindert somit auch nicht bei komplizierten Tricks. Andrerseits kann es leicht verrutschen und den Tragekomfort erheblich beeinträchtigen, sollte es z.B. zu hoch sitzen und auf die Wirbelsäule drücken.
o Das Sitztrapez bleibt durch die Beingurte fest am Becken und rutscht auch bei enormen zugkräften oder wenn der Kite im Zenit steht nicht viel nach oben. Dadurch hat es einen besseren Tragekomfort und wird vor allem gerne von Einsteigern benutzt.
Fachausdrücke beim Kitesurfen [Bearbeiten]
• Air time: Dauer eines Sprunges. Diese beträgt meist 3-5 oder 10 Sekunden, kann bei besonders hohen Sprüngen oder guten Windbedingungen aber auch wie bei einem Sprung Jessie Richmans 22 Sekunden betragen.
• Aspect-ratio: Das Verhältnis zwischen Breite und Höhe des Kites (variiert bei den gängigen Kites zwischen High-aspect-ratio von 5,0 und Low-aspect-ration von 3,0)
• Bladder: Der aufblasbare Kunststoffschlauch, der sich in den Tubes befindet und vor dem Start des Kites mit 0,4 bis 0,6 bar aufgepumpt wird. Der Druck ist von der Umgebungstemperatur und der Wassertemperatur abhängig. Bei starker Sonneneinstrahlung und hoher Lufttemperatur kann die Bladder auch ohne Fremdeinwirkung platzen, wenn sie zuvor zu stark aufgepumpt wurde. Gibt man jedoch zu wenig Druck in die Tubes, entwickelt der Kite erst gar kein Profil, oder die Luft in den Tubes kühlt bei Kontakt mit dem Wasser so stark ab, dass der Kite sein Profil verliert und nicht mehr ohne fremde Hilfe gestartet werden kann.
• C-Kite-Feeling: Damit sind die Vorzüge des direkten Steuerverhaltens und der niedrigen Haltekräfte des C-Kites gemeint. Die Hersteller versuchen zunehmend, diese positiven Eigenschaften auf neuere Kitemodelle (z.B. Delta-Kites) zu übertragen, die durch Verbesserung der Depower-Wirkung und anderer Sicherheitsaspekte leider etwas an C-Kite-Feeling verloren haben.
• High-End: Starkwindeigenschaft – Die High-End-Eigenschaft eines Kites umfasst, wie sich ein Kite bei – in Bezug auf seine Größe – starkem Wind verhält. Ein Kite mit gutem High-End bietet also bei viel Wind gute Zugkräfte und lässt sich trotzdem kontrolliert und sicher steuern.
• Low-End: Leichtwindeigenschaft – Wie der Ausdruck schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Low-End-Eigenschaft um das exakte Gegenteil zum High-End. Ein Kite mit gutem Low-End, entfaltet bei – für seine Größe – wenig Wind bereits respektable Zugkräfte und gutes Steuerverhalten.
• Leading-Edge: Die alternative Bezeichnung für die Front-Tube.
• New School: Die “Neue Schule” umfasst das Repertoire der Tricks aus dem Wakeboarden, bei denen der Kite “unhooked” gefahren wird. Das heißt, der Fahrer hängt vor dem Trick den Chickenloop aus dem Trapez aus und ist nur noch über die Hände an der Bar und die Safety-Leash mit dem Kite verbunden. Dies ist die Grundlage für einige Sprünge und Tricks, die eingehakt nicht möglich wären (z.B. Airpass, Handle-Pass, etc).
• Old School: Das Fahren und Springen in Manier der “Alten Schule”, das seit den Anfängen des Kitesurfens existiert und bei dem der Fahrer eingehakt ist.
• Stall: Der Strömungsabriss (engl. “Stall”) tritt auf, wenn zu wenig Wind über das Profil des Kites strömt und die Kraft des Sogs, der den Kite in der Luft hält, kleiner wird, als seine eigene Gewichtskraft. Der Kite entwickelt also keinen Zug mehr und stürzt anschließend auf die Oberfläche. Eine Sonderform ist hierbei der sogenannte “Backstall”, der entsteht, wenn der Kite sehr tief im Windfenster steht, und der Anstellwinkel des Kites durch Anziehen der Bar derart groß wird, dass der Wind den Kite nicht mehr nach oben zieht, sondern nach unten drückt, sich der Kite überschlägt und letztendlich abstürzt. Dies ist ein häufiger Anfängerfehler und hat den Nachteil, dass sich bei einem 5-Leinen-System die 5-te einmal um den Kite wickelt und auch bei einem gelungenen Restart dessen Flugeigenschaften deutlich negativ beeinflusst. Ein “Frontstall” wird hervorgerufen, wenn der Kite den Surfer überfliegt. Dies passiert, wenn der Kite aus einer Position tief im Windfenster mit viel Schwung an den Windfensterrand (meist auf die 12-Uhr-Position) geflogen wird. Ein Strömungsabriss ist die Folge und der Kite fällt unkontrolliert aufs Wasser.

Kitesurfer beim “Wave”-Fahren
• Wave: Eine Disziplin, bei der die Elemente des Kitesurfens mit denen des Wellenreitens kombiniert werden. Der Surfer lässt sich mit Kiteunterstützung aufs Meer hinaus ziehen und reitet dann dort die Wellen ab. Der Kite wird dann an den Windfensterrand gebracht, wo er kaum Zugkräfte ausbilden kann und den Surfer auf der Welle am wenigsten beeinflusst. Natürlich sind durch die Vorzüge des Kites dem Surfer auch andere Möglichkeiten gegeben, z.B. gegen die Wellen anzufahren und diese als Rampen zu verwenden.

Links:
http://www.prokitetour.com/

http://www.links-tipps.com/2009/08/12/die-besten-kiteblogs/

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